MIT SEKTORENKOPPLUNG ZUR ERFOLGREICHEN ENERGIEWENDE

Die Energiewelt von morgen

Von großen Windparks in der Nord- und Ostsee bis hin zu Photovoltaikanlagen in Süddeutschland – die Art und Weise, wie Strom erzeugt wird, wandelt sich rapide. Nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Denn die Europäische Union hat sich das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren. Deshalb soll in Deutschland u.a. der Anteil der Erneuerbaren Energien (EE) am Strombedarf auf 65 Prozent steigen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2017 deckte Deutschland seinen Strombedarf zu rund 36 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Diese Entwicklung stellt unser Energie system vor große Herausforderungen. Denn die Erneuerbaren Energien sind nicht steuerbar und verhalten sich daher anders als die konventionellen Kraftwerke, die bisher den Großteil des be nötigten Stroms bereitgestellt haben. Die Stromproduktion von Windenergie- und Photovoltaikanlagen ist abhängig von äußeren Bedingungen. So schätzen die Übertragungsnetzbetreiber, dass deutschlandweit Windenergie- und Photovoltaikanlagen im Jahr 2030 an wind- und sonnenreichen Tagen bis zu 133 Gigawatt Leistung bereitstellen werden.

Die prognostizierte Last liegt jedoch bei maximal 92 Gigawatt, in vielen Stunden des Jahres sogar erheblich darunter. Folglich wird es immer häufiger Zeiten geben, in denen das Angebot der Erneuerbaren Energien die Nachfrage teils deutlich übertrifft. Umgekehrt gibt es jedoch auch Zeiten, in denen die Witterung nicht günstig ist. Dann speisen Windenergie- und Photovoltaikanlagen kaum Energie ins Netz ein.

Während dieser sogenannten „Dunkelflauten“ muss die Stromversorgung aus anderen Quellen sichergestellt werden. Eine Herausforderung, da mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie dem Ausstieg aus Kernenergie und Kohle immer mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden. Das Übertragungsnetz muss diese „Energielandschaft im Wandel“ zusammenhalten. Schon im Jahr 2018 haben Windenergie- und Photovoltaikanlagen zusammen bis zu 50 Gigawatt ins Netz einge-speist.

Sie liefern grünen Strom vor allem in den sonnigen und windreichen Regionen, der oft über weite Strecken in die Verbrauchszentren transportiert werden muss. Durch diese neue Erzeugungslandschaft hat sich der durchschnittliche Weg zum Verbraucher vervierfacht und beträgt heute etwa 240 Kilometer. Da das deutsche Übertragungsnetz für diese Anforderungen ursprünglich nicht ausgelegt war, muss es an zahlreichen Stellen verstärkt und ausgebaut werden. Die notwendigen Vorhaben beschreibt der Netzentwicklungsplan.

Derartige Maßnahmen reichen jedoch langfristig nicht aus. Übersteigt der EE-Anteil 60 Prozent, kommt unser Energiesystem an seine Grenzen. Dann gibt es immer häufi ger Zeiten, in denen das Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt – und umgekehrt. Um die dargebotsabhängigen Strommengen trotzdem vollumfänglich nutzen zu können, muss das Energiesystem der Zukunft ergänzt werden – um saisonale Speicher und innovative Konzepte wie die Sektorenkopplung.

Die Stromproduktion von Windenergie- und Photovoltaikanlagen ist abhängig von äußeren Bedingungen. So schätzen die Übertragungsnetzbetreiber, dass deutschlandweit Windenergie- und Photovoltaikanlagen im Jahr 2030 an wind- und sonnenreichen Tagen bis zu 133 Gigawatt Leistung bereitstellen werden. Die prognostizierte Last liegt jedoch bei maximal 92 Gigawatt, in vielen Stunden des Jahres sogar erheblich darunter. Folglich wird es immer häufiger Zeiten geben, in denen das Angebot der Erneuerbaren Energien die Nachfrage teils deutlich übertrifft. Umgekehrt gibt es jedoch auch Zeiten, in denen die Witterung nicht günstig ist.

Dann speisen Windenergie- und Photovoltaikanlagen kaum Energie ins Netz ein. Während dieser sogenannten „Dunkelflauten“ muss die Stromversorgung aus anderen Quellen sichergestellt werden. Eine Herausforderung, da mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie dem Ausstieg aus Kernenergie und Kohle immer mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden. Das Übertragungsnetz muss diese „Energielandschaft im Wandel“ zusammenhalten. Schon im Jahr 2018 haben Windenergie- und Photovoltaikanlagen zusammen bis zu 50 Gigawatt ins Netz eingespeist. Sie liefern grünen Strom vor allem in den sonnigen und windreichen Regionen, der oft über weite Strecken in die Verbrauchszentren transportiert werden muss. Durch diese neue Erzeugungslandschaft hat sich der durchschnittliche Weg zum Verbraucher vervierfacht und beträgt heute etwa 240 Kilometer. Da das deutsche Übertragungsnetz für diese Anforderungen ursprünglich nicht ausgelegt war, muss es an zahlreichen Stellen verstärkt und ausgebaut werden. Die notwendigen Vorhaben beschreibt der Netzentwicklungsplan. Derartige Maß nahmen reichen jedoch langfristig nicht aus. Übersteigt der EE-Anteil 60 Prozent, kommt unser Energiesystem an seine Grenzen. Dann gibt es immer häufi ger Zeiten, in denen das Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt – und umgekehrt. Um die dargebotsabhängigen Strommengen trotzdem vollumfänglich nutzen zu können, muss das Energiesystem der Zukunft ergänzt werden – um saisonale Speicher und innovative Konzepte wie die Sektorenkopplung.

Sektorenkopplung auf Systemebene

Wohin mit den immer größeren Mengen an Wind- und Solarstrom, die zeitweise keine Abnehmer finden? Diese Kernfrage gilt es zu beantworten, um die nächste Stufe der Energiewende einzuleiten. Ein zentraler Lösungsansatz ist, diesen Strom in andere Sektoren umzuleiten – dorthin, wo ebenfalls große Energiemengen nachgefragt werden. Technologisch ist das möglich, indem die bestehenden Infrastrukturen des deutschen Strom- und Gassystems miteinander gekoppelt werden. Als Brücke zwischen den einzelnen Systemen fungieren dabei Power-to-Gas-Anlagen. Sie ermöglichen die Transformation von Strom in Wasserstoff – ein wichtiger Rohstoff und umweltfreundlicher Energieträger, der in allen Sektoren eingesetzt werden kann. Ähnliches gilt für Methan, das wiederum aus dem Wasserstoff gewonnen werden kann.
Bisher fanden die Transformation und der Transport von Energie immer innerhalb eines Sektors statt. Am Beispiel des Stromtransports: Erzeugungsanlagen speisen Strom in das Netz ein. Dieser Strom wird dann über die Leitungen übertragen, über Strom-Transformatoren auf andere Spannungsebenen geleitet und dort weiter transportiert – bis er beim Endkunden angekommen ist. Beim Gastransport funktioniert vom Transport- über das Regional- bis ins Verteilnetz. Der Ansatz über Power-to-Gas eröffnet die Option, die Energie auch zwischen den Sektoren zu transportieren. Dabei wird Strom in der Power-to-Gas-Anlage – dem sogenannten Sektorentransformator – umgewandelt, in das Gassystem geleitet und zur jeweiligen Verbrauchsstelle weiter transportiert.Damit die Sektorenkopplung einen maximalen volkswirtschaftlichen Nutzen und maximale Nachhaltigkeit bewirkt, sind diese drei Kriterien entscheidend: GRÖSSE: Die Power-to-Gas-Anlagen müssen in geeigneter Dimension und auf oberster Ebene im Strom- und Gassystem integriert werden. Nur so lassen sich die Kapazitäten der Transportnetze für Strom und Gas sowie die daran angeschlossenen Gasspeicher nutzbar machen. ORT: Die Anlagen müssen an geeigneten Berührungspunkten zwischen den Strom- und Gastransportnetzen installiert werden. Nur so lassen sich technisch sinnvolle und volkswirtschaftlich effiziente Übergänge zwischen dem Strom- und Gassystem schaffen. ZEIT: Der Betrieb der Anlagen muss zeitlich so koordiniert werden können, dass stets die tatsächliche Einspeisung der Erneuerbaren Energien, die elektrische Last, die Stromflüsse im elektrischen System, die Volumenströme beim Gastransport sowie die Füllstände der Gasspeicher als Gesamtsystem betrachtet werden. Nur so lässt sich die witterungsabhängige Einspeisung aus den Erneuerbaren Energien systemdienlich von den individuellen Bedarfsprofilen der Nutzer entkoppeln.

Quelle: https://www.hybridge.net