Mit einer Wärmeleistung von 120 Megawatt kann die Anlage selbst an sehr kalten Wintertagen über 36.000 Haushalte beheizen.
Das Besondere der Power-to-Heat-Anlage ist die Kombination mit der Kraft-Wärme-Kopplung im Fernwärmesystem. Die Fernwärmeerzeugung kann hierdurch noch besser an die Erzeugungsprofile von Wind- und Photovoltaikstrom angepasst werden.
Bei wenig erneuerbarer Stromproduktion wird die Fernwärme durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Bei einer hohen erneuerbaren Stromproduktion, zum Beispiel bei einem Sturmtief mit viel Windstrom, kann die Power-to-Heat-Anlage genutzt werden, um Fernwärme zu produzieren.
Die Power-to-Heat-Anlage löst den Steinkohleblock „C“ des Heizkraftwerks Reuter ab. Damit verfolgt Vattenfall seine Strategie konsequent, bis zum Jahr 2030 vollständig aus der Kohlenutzung in der deutschen Hauptstadt auszusteigen und realisierte zugleich einen weiteren Punkt der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin.
Die Power-to-Heat-Anlage besteht aus drei Elektrodenkessel, in denen nach Inbetriebnahme jeweils 22.000 Liter Wasser auf bis zu 130 Grad Celsius erwärmt werden. Größere „Tauchsieder“ finden sich in Europa derzeit nicht. Bis zum Jahr 2030 hält Vattenfall den Ausbau von „Power-to-Heat“-Lösungen für die Stadtwärmeversorgung in einem Umfang von 300 Megawatt für möglich. Das Investitionsvorhaben ist ein Projekt unter dem Dach von WindNODE, der nordostdeutschen Modellregion für intelligente Energie.
Quelle: https://group.vattenfall.com/de/zukunft/speichertechnologie/power-to-heat
© Copyright 2021 Hydrogen-Now.com