“Grüner Wasserstoff” wird mit erneuerbarer Energie gewonnen, z. B. mit Elektrolyse und Ökostrom.
“Blauer Wasserstoff” ist Wasserstoff durch Reformierung von Erdgas, wobei die entstehenden klimaschädlichen CO2-Emissionen vermieden werden, indem man CO2-Abscheidung und – Speicherung (Sequestrierung) praktiziert. Das könnte eine Übergangslösung sein, bis genügend “grüner” Wasserstoff zur Verfügung steht. Allerdings müssen dafür genügend große Kapazitäten für die CO2-Lagerung erschlossen werden.
“Türkiser Wasserstoff” ist Wasserstoff, der über Methanpyrolyse hergestellt wird.
“Grauer Wasserstoff” ist Wasserstoff aus fossilen Quellen, dessen Herstellung mit wesentlichen CO2-Emissionen verbunden ist.
Wasserstoff besitzt eine hohe massebezogenene Energiedichte:
Jedoch ist Wasserstoff ein leichtes Gas. Daher ist seine volumenbezogenen Energiedichte sehr gering:
Durch Kompression oder Verflüssigung von Wasserstoff oder in Form von Metallhydriden können Energiedichten in der Größenordnung von Benzin erreicht werden:
Jedoch sind Speicherbehälter für Wasserstoff weitaus schwer als Tank für Benzin oder Diesel.
Wasserstoff besitzt gegenüber herkömmlichen Formen der Speicherung von elektrischem Strom (z.B. in Batterien oder Pumpspeichern) klare Vorteile:
Auch bei Verteilung des Wasserstoffs gibt es Optionen: Der Transport per Pipeline und mit LKW findet schon heute täglich statt, in Zukunft können auch Schiffe eingesetzt werden.
Die folgende Abbildung zeigt die Eigenschaften von Wasserstoff:
Wasserstoff kann diverse Sektoren (bspw. Industrie, Verkehr, Haushalte, etc) dekarbonisieren in dem Wasserstoff entweder direkt oder über Power-to-Gas, Power-to-Liquid oder Power-to-X verwendet wird.
Der Wasserstoff leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Damit dies gelingt, braucht es aber grünen Strom. Der Energiebranche kommt eine Schlüsselrolle zu, denn sie wird Strom zur direkten Anwendung aber auch für die Produktion von H2 bereitstellen müssen.
Ja. Wasserstoff ist ein Energieträger und deshalb sind im Umgang – wie bei jedem anderen Kraft-, Brenn- und Treibstoff auch – bestimmte Regeln zu beachten. Da H2 leichter als Luft ist, steigt er immer nach oben. Wird Wasserstoff im Innenbereich genutzt, ist für eine gute Be- und Entlüftung zu sorgen.
Darüber hinaus werden in allen H2-Anwendungen Sensoren eingesetzt, die die Konzentration des Wasserstoffs überwachen. Alle Produkte, die Wasserstoff nutzen, sind nach den geltenden Normen geprüft und zertifiziert.
Aktuell sind im Markt neben dem grünem Wasserstoff aus Strom, Wind und/ oder Biomasse auch Entwicklungen zu blauem Wasserstoff zu sehen, das heißt die Nutzung fossiler Energieträger mit CO2-Abscheidung.
Egal ob blauer, türkiser, grüner Waserstoff wir müssen alles ausprobieren bis 2030 um dann den richtigen Weg zu finden.
Dieser Ansatz könnte die aktuelle H2-Produktion schnell dekarbonisieren und komplementär zu den Entwicklungen beim grünem Wasserstoff sein.
Nein. Der große Vorteil von Wasserstoff ist, dass er in chemischen Verbindungen wie Wasser, Kohlenwasserstoffen und anderen organischen Verbindungen überall vorkommt. Aus diesen chemischen Verbindungen kann er mittels einer Vielzahl von Primärenergien gewonnen werden. Ziel ist es, Wasserstoff zukünftig ausschließlich mit Hilfe erneuerbarer Energien herzustellen.
Die Wasserstoffspeicherung kann heute grundsätzlich in gasförmigem oder flüssigem Zustand aber auch in chemisch gebundener Form, z. B. mittels Metallhydriden oder Thermal-Öl erfolgen.Wasserstoff ist unter Umgebungsbedingungen gasförmig, stellt das leichteste Element im Periodensystem dar und hat eine sehr geringe volumetrische Energiedichte. Im obigen Diagramm ist zu erkennen, dass die volumetrische und gravimetrische Energiedichte der verschiedenen Energieträger stark variiert.
Der große Vorteil von Wasserstoff ist, dass er in chemischen Verbindungen wie Wasser, Kohlenwasserstoffen und anderen organischen Verbindungen überall vorkommt. Aus diesen chemischen Verbindungen kann er mittels einer Vielzahl von Primärenergien gewonnen werden. Ziel ist es, Wasserstoff zukünftig ausschließlich mit Hilfe erneuerbarer Energien herzustellen.
Wasserstoffspeicherung gasförmig (CGH2)
Gasförmiger Wasserstoff lässt sich nach dem Verdichten bei hohem Druck in einem Tank speichern. Im Verkehr hat sich beispielsweise ein Druckniveau von 350 bar für Nutzfahrzeuge und 700 bar für PKW durchgesetzt. Bei 700 bar beträgt die Dichte ca. 40 kg/m³ (24 kg/m³ bei 350 bar). Der Hochdruckspeicher bietet für kleine Speichermengen eine günstige Lösung und wird daher vor allem in mobilen Anwendungen wie in PKW und Nutzfahrzeugen eingesetzt.
Wasserstoffspeicherung flüssig (LH2)
Eine Alternative stellt die Verflüssigung von Wasserstoff dar. In diesem Zustand besitzt LH2 zwar eine wesentlich höhere Dichte 71 kg/m³, muss aber im flüssigen Zustand bei –253 °C gespeichert werden. Solche Speicher sind günstiger für größere Speichermengen und werden daher häufig beim Transport von H2 über weite Strecken eingesetzt. Der Nachteil ist das Abdampfen des H2, welches durch Erwärmung hervorgerufen wird.
Wasserstoffspeicherung mittels Metallhydrid
Metallhydride absorbieren gasförmigen Wasserstoff. Beim Kontakt des Wasserstoffgases mit der Feststoffoberfläche der Speichermaterialien zerfallen die Wasserstoffmoleküle in atomaren Wasserstoff und dringen in das Material ein. Die Beladung und Entladung der Metallhydridspeicher erfolgt bei einem Druckniveau von ca. 30 – 60 bar. Der wesentliche Nachteil ist, dass diese Speichersysteme im Verhältnis zum aufgenommenen H2-Gehalt relativ schwer sind. Sie werden für Spezialanwendungen (Kleinstspeicher, U-Boot) genutzt.
Wasserstoffspeicherung mittels LOHC
Wasserstoffspeicherung mittels LOHCWasserstoffspeicherung mittels LOHC Liquid Organic Hydrogen Carrier (LOHC) speichern den Wasserstoff in einem flüssigen Trägermedium. Dieses Thermal-Öl bindet Wasserstoff chemisch durch eine katalytische Reaktion.
Der gespeicherte Wasserstoff kann dann ähnlich wie Dieseltreibstoff gehandhabt werden. Diese Technologie eignet sich besonders für die Speicherung und den Transport von großen Wasserstoffmengen.In jeder dieser Varianten hat die Wasserstoffspeicherung ihre Berechtigung. Entscheidend bei der Auswahl der Speichertechnologie ist der spezielle Anwendungsfall (z. B. stationär, mobil, gespeicherte Menge Wasserstoff usw.)
Quelle:https://emcel.com/de/wasserstoffspeicherung
Erneuerbare Energien fallen fluktuierend an. Daher ist es wichtig, die überschüssige Energie an sonnenreichen und windigen Tagen zu speichern. Wasserstoff wird dabei aufgrund seiner großen gravimetrischen Energiedichte als wichtiger Energiespeicher gesehen.
Auch, um die konventionellen Kraft- und Brennstoffe, die auf fossilen Energiequellen basieren, nachhaltig zu ersetzen. Für die Herstellung von H2 bedarf es, wie bei Strom auch, einer Energiequelle (Primärenergie).
Diese Primärenergie für die Erzeugung des H2 soll zukünftig von den erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse kommen, da die fossilen Primärenergien Öl, Gas und Kohle klimaschädliches CO2 produzieren, nur begrenzt vorhanden sind und immer teurer werden.
Aktuell existieren vier verschiedene Druckbehältertypen auf dem Markt – Typ 1 bis Typ 4. Alle vier Typen der Wasserstoffdruckbehälter dienen der Speicherung von gasförmigem Wasserstoff. Der Druckbereich liegt dabei typischerweise zwischen 200 und 700 bar. Nachfolgend werden die vier Druckbehälter-Typen verglichen und deren Einsatzgebiete erläutert.
Bei dem oben dargestellten Wasserstoffdruckbehälter (Schnitt) handelt es sich um einen Typ 3 Druckbehälter. Die Zahl 1 markiert den Innenbehälter des zweilagig aufgebauten Behälters (auch Liner genannt), die Zahl 2 markiert die äußere Ummantelung.
Wasserstoffdruckbehälter Typ 1 – Der Klassiker
Begründet durch die hohen Drücke, die damit zusammenhängende Spannungsverteilung und dem Fertigungsprozess, ist die Form aller serienmäßigen Wasserstoffdruckbehälter zylindrisch. Der klassische Behälter dieser Art ist der Typ 1 Druckbehälter. Er besteht lediglich aus einer metallischen (i.d.R. stählernen) Wandung. Nenndrücke dieses Behältertyps liegen typischerweise im Bereich von 200 bar und sind in der Gasindustrie weit verbreitet. Dort werden diese als Transportbehälter sowie für stationäre Anwendungen eingesetzt.
Wasserstoffdruckbehälter Typ 2 – Für höhere Drücke
Typ 2 Druckbehälter besitzen neben der metallischen Wandung eine Ummantelung aus harzgetränkter Glas- oder Kohlefaser. Im Falle des Typ 2 Druckbehälters befindet sich diese Ummantelung ausschließlich um den zylindrischen Teil des Behälters. Daraus resultiert einerseits ein leichter Gewichtsvorteil durch geringer wählbare Wandstärken.
Zudem können Drücke von bis zu 1000 bar erreicht werden, sodass Typ 2 Druckbehälter hauptsächlich bei stationären Applikationen wie zum Beispiel als Speicherbehälter an Wasserstofftankstellen Anwendung finden.
Wasserstoffdruckbehälter Typ 3 – Derzeit der Standard in der Mobilität
Typ 3 Behälter besitzen, wie in der Abbildung oben sichtbar, einen Liner (siehe Ziffer 1) aus Metall (meistens Aluminium) und typischerweise eine Ummantelung aus Kohlefaser um den gesamten Behälter herum (siehe Ziffer 2). Dabei trägt die Kohlefaserummantelung den wesentlichen Anteil der Belastung. Dieser Typ zeichnet sich gegenüber Typ 1 und 2 durch seine besonders hohe gravimetrische Energiedichte aus, sodass er heute vor allem für mobile Anwendungen, beispielsweise in Brennstoffzellen-Fahrzeugen, eingesetzt wird. Typische Drücke liegen in der mobilen Anwendung bei 350 oder 700 bar. Er eignet sich selbstverständlich auch für stationäre Anwendungen, allerdings sind die höheren Materialkosten im Vergleich zu Typ 1 und 2 zu berücksichtigen.
Wasserstoffdruckbehälter Typ 4 – Das Leichtgewicht
Der Typ 4 Druckbehälter ist der jüngste Druckspeicher, der gegenwärtig serienmäßig gebaut wird. Der Liner besteht aus Kunststoff (typischerweise aus Polyamid- oder Polyethylen) und die Ummantelung besteht wie beim Typ 3 Behälter üblicherweise aus Kohlefasern. Durch diese Bauweise hat der Druckbehälter einen weiteren Gewichtsvorteil gegenüber den drei anderen Bauformen. Die Anwendung liegen beim Typ 4 Druckbehälter sowohl im Transport- als auch im mobilen Bereich.
Ausblick auf zukünftige Wasserstoffdruckbehälte
Zusätzlich zu den bereits existierenden Bauformen ist aktuell ein Typ 5 Behälter in der Entwicklung. Er hat keinen Liner und besteht fast vollständig aus Kohlefasern.
Quelle: https://emcel.com/de/wasserstoffdruckbehaelter
Alleine der Gasspeicher Rehden mit einer Kapazität von 4,4 Mrd. m3 ist ausreichend für die Speicherung von Wasserstoff, der die komplette Stromversorgung für 2 Wochen in Deutschland sicherstellt.

Der Erdgasspeicher im norddeutschen Rehden ist mit seiner Arbeitsgaskapazität von rund vier Milliarden Kubikmetern auf einer unterirdischen Fläche von rund acht Quadratkilometern einer der größten Porenspeicher in Westeuropa. Er verfügt über rund ein Fünftel der gesamten in Deutschland vorhandenen Speicherkapazität und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Versorgungssicherheit des Landes.
Quelle: https://www.astora.de/speicher/erdgasspeicher-rehden
Erneuerbare Energien fallen fluktuierend an. Daher ist es wichtig, die überschüssige Energie an sonnenreichen und windigen Tagen zu speichern. Wasserstoff wird dabei aufgrund seiner großen gravimetrischen Energiedichte als wichtiger Energiespeicher gesehen.
Auch, um die konventionellen Kraft- und Brennstoffe, die auf fossilen Energiequellen basieren, nachhaltig zu ersetzen. Für die Herstellung von H2 bedarf es, wie bei Strom auch, einer Energiequelle (Primärenergie).
Diese Primärenergie für die Erzeugung des H2 soll zukünftig von den erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse kommen, da die fossilen Primärenergien Öl, Gas und Kohle klimaschädliches CO2 produzieren, nur begrenzt vorhanden sind und immer teurer werden.
Da H2 keine Energiequelle sondern ein Energieträger ist, muss er mit Hilfe von fossilen oder erneuerbaren Energieträgern erzeugt werden. Weil die fossilen Energien begrenzt sind und ihre Nutzung CO2 erzeugt, sollten sie nur für eine kurze Übergangszeit bei der Markteinführung für die Herstellung von H2 genutzt werden.
Damit die Wasserstofferzeugung von der Herstellung bis zur Verwendung so klimafreundlich wie möglich erfolgen kann, ist der Einsatz von erneuerbaren Energien unabdingbar.
Während der Einführungsphase (2021-2025) werden die Preise für Emissionszertifikate staatlich festgelegt. Der Preis für eine Tonne CO2 wird 2021 bei 25 Euro liegen und bis 2025 schrittweise auf 55 Euro pro Tonne steigen. 2026 sollen die Zertifikate erstmals in einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro versteigert werden.
Anschließend sollen die Zertifikate voraussichtlich frei am Markt gehandelt werden, die Preise bestimmen sich dann durch Angebot und Nachfrage. Die Gesamtmenge der Zertifikate und damit die maximale Menge an Emissionen in den Bereichen Wärme und Verkehr soll entsprechend der Klimaziele begrenzt werden.
Ursprünglich wollte die Bundesregierung mit einem niedrigeren CO2-Preis von 10 Euro beginnen, der bis 2025 auf 35 Euro pro Tonne steigen sollte. Bundestag und Bundesrat einigten sich im Vermittlungsausschuss Ende Dezember 2019 jedoch auf eine Erhöhung. Die Änderung trat am 10. November 2020 in Kraft.
Privathaushalte sollen entlastet werden
Die CO2-Bepreisung wird ab 2021 auch zu höheren Verbraucherpreisen für Heiz- und Kraftfahrstoffe führen, da die Mehrkosten an die Endverbraucherinnen und -verbraucher weitergegeben werden. Hierdurch sollen Anreize entstehen, klimafreundlichere Alternativen, wie Wärmepumpen, Elektromobilität und erneuerbare Energie zu nutzen und Energie aus fossilen Energieträgern zu sparen.
Um die gestiegenen Kosten auszugleichen, sollen die Einnahmen aus dem Emissionshandel zur finanziellen Entlastung von Privathaushalten genutzt werden. So soll bereits ab 2021 die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz – die EEG-Umlage – gesenkt werden, wodurch Stromkosten künftig sinken. Um ansteigende Kraftstoffpreise auszugleichen, soll ab 2024 die Pendlerpauschale erhöht werden. Dadurch sollen vor allem Menschen entlastet werden, die strukturell stärker auf Mobilität angewiesen sind – zum Beispiel auf dem Land.
Für den Autofahrer wird sich die H2-Tankstelle kaum von einer Tankstelle unterscheiden, wie er sie heute kennt.
In den meisten Fällen wird die Wasserstoff-Zapfsäule neben den Zapfsäulen für Diesel, Benzin oder Erdgas in konventionelle Tank- und Service-stationen integriert sein.
Auch der Tankvorgang selbst ist für den Nutzer sowohl in Ausführung als auch hinsichtlich der Betankungszeit dem Tanken mit Erdgas sehr ähnlich.
Unabhängig von der Art der Betankung (Speicherung im Fahrzeug) kann die Lagerung und Abgabe des Wasserstoffs an der Tankstelle flüssig oder gasförmig erfolgen. Beim Tanken von gasförmigem Wasserstoff stehen darüber hinaus unterschiedliche Möglichkeiten für das Druckniveau zur Verfügung. Sie reichen von 200 über 350 bis zu 700 bar.
Wasserstoff ist an einigen Tankstellen in Deutschland bereits heute verfügbar. Mit steigender Anzahl an Brennstoffzellen-Fahrzeugen auf der Straße wird in den nächsten Jahren auch das Tankstellennetz ausgebaut. Fahrzeughersteller und Energieversorger haben sich zum Ziel gesetzt, ein ausreichend großes Versorgungsnetz anbieten zu können, sobald Brennstoffzellen-Fahrzeuge als Serienprodukt für den Endverbraucher zur Verfügung stehen.
Heute kostet ein Kilogramm Wasserstoff an der Tankstelle etwa 9 Euro (mit 1 kg H2 kann man rund 100 Kilometer weit fahren).
Ziel ist es jedoch, den Preis für H2 vergleichbar mit heutigen Kraftstoffkosten zu machen. Möglicherweise wird der absolute Preis für 1 kg H2 höher sein als für einen Liter Benzin, dafür sind Brennstoffzellen-Fahrzeuge, die Wasserstoff als Kraftstoff nutzen, deutliche effizienter als Autos mit Verbrennungsmotor.
Die Zukunft der Energie ist von zwei Leitmotiven geprägt. Erstens soll die Energie immer effizienter genutzt werden und zweitens umweltfreundlich und in den erforderlichen Mengen erzeugt werden können.
Brennstoffzellen als hocheffiziente Energiewandler können Wasserstoff in verschiedenen Anwendungen nutzen ohne Emissionen zu erzeugen.
Sie sind damit auch der Verbrennung von H2 in Verbrennungsmotoren überlegen. Auch die Erzeugung von H2 bleibt emissionsfrei, wenn dafür erneuerbare Energien genutzt werden.
Wasserstoff hat das Potenzial, neben Strom der wichtigste Energieträger der Zukunft zu werden. Er kann grundsätzlich aus allen Primärenergien hergestellt werden und anders als Strom auch langfristig gespeichert werden.
Das ist eine wichtige Eigenschaft, die für die Einführung der erneuerbaren Energien zum Tragen kommt, da Wind und Sonne nicht konstant und bei Bedarf zur Verfügung stehen, sondern von der Wetterlage und Tageszeit abhängig sind.
Aus Strom wird H2 produziert, der gelagert und bei Bedarf entweder wieder als Strom unter Nutzung der entstehenden Abwärme ins Netz eingespeist oder als Kraftstoff im Verkehr genutzt werden kann.
Zur Erreichung des Klimaschutzziels einer 95-%-Treibhausgasminderung ist der Einsatz von Wasserstoff aus heutiger Sicht unumgänglich. Zum jetzigen Zeitpunkt aber spielt Wasserstoff für die Direktnutzung sowie zur Weiterverarbeitung im Energiesystem kaum eine Rolle.
Derzeit wird Wasserstoff nahezu ausschließlich aus fossilen Quellen (Erdgas/Kohle) hergestellt (weltweit ca. 70 Mio. t/a zzgl. 48 Mio. t/a als Beiprodukt) (IEA 2019). Nur ca. 5 % dieser Menge werden derzeit gehandelt. Somit gibt es gegenwärtig keinen signifikanten Transport von Wasserstoff.
Derzeit wird Wasserstoff in stationär betriebenen Anlagen unter Nennlast, d.h. im optimalen Betriebspunkt, hergestellt.
Regenerative Energiequellen bieten für nahezu unbegrentze Potenziale.
Die Sonne strahlt pro Jahr eine Energiemenge von 1,5 Trillionen Kilowattstunden auf die Erde. Rund 30 Prozent schluckt die Atomsphäre, so dass die Erdoberfläche immer noch über eine Trillion Kilowattstunden erreichen.
Gerade einmal rund 170 Billionen Kilowattstunden beträgt derzeit unser Primärbedarf. Eine Trillion ist übrigens eine Eins mit 18 Nullen, eine Billion hat 12 Nullen.
Pro Jahr trifft damit auf der Erdoberfläche eine Energiemenge von der Sonne ein, die 6.000-mal größer ist als der gesamte Primärenergiebedarf der Erde. Wir brauchen folglich nur die Sonnenenergie zu nutzen, die in einer guten Stunde die Erdoberfläche erreicht, um den Energiebedarf der gesamten Menschheit für ein komplettes Jahr zu decken.
Natürliche Vorgänge wandeln einen Teil der Sonnenenergie in andere regenerative Energieformen wie Wind, Biomasse oder Wasserkraft um. Neben diesen Energieformen können wir noch Erdwärme oder die Energie der Gezeiten infolge der Anziehung des Mondes und anderer Planeten nutzen. Alle regenerativen Energiequellen überschreiten die insgesamt auf der Erde verfügbaren fossilen oder nuklearen Brennstoffe um ein Vielfaches.
In weniger als einem Tag trifft von der Sonne auf der Erdoberfläche beispielsweise mehr Energie ein als wir durch die Verbrennung aller auf der Erde vorhandenen Erdölreserven jemals genutzt werden können.
Die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten regenerativer Energien ist enorm. Eine Vielzahl verschiedenster technischer Anlagen kann nahezu jede gewünschte. Menge an Elektrizität, Wärme oder Brennstoffen bereitstellen.

Quelle: Buch Erneuerbare Energien und Klimaschutz von Volker Quaschning
Traditionell wurden die Traditionell wurden die Sektoren Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und Handel (kurz GDH), Haushalte und Verkehr unabhängig voneinander betrachtet.
Unter Sektorenkopplung wird die Vernetzung der Sektoren verstanden
Die Idee hinter dem Konzept ist die ganzheitliche Betrachtung aller Sektoren.
Die bis dato auf die einzelnen Sektoren zugeschnittenen Lösungen sollen hinter sich gelassen werden. Die Sektorenkopplung soll ein besseres und günstigeres Gesamtsystem ermöglichen.
Die Sektorenkopplung ermöglicht mithilfe von erneuerbaren Energien alle Sektoren zu dekarbonisieren.
Gerade weil die Sektorenkopplung Synergieeffekte bei der Integration von hohen Anteilen erneuerbarer Energien ermöglicht, wird sie als Schlüsselkonzept bei der Energiewende und dem Aufbau von Energiesystemen mit 100 % erneuerbaren Energien betrachtet. Es besteht ein weitgehender Konsens, dass die Sektorenkopplung notwendig ist, um die Energiewende umzusetzen und die Klimaschutzziele zu erfüllen.
Benzin: Verbrauch pro 100 Kilometer mit 23,8 multiplizieren. Beispiel: 8 Liter/100 km = 8 mal 23,8 = 190,4 g CO2/km. Diesel: Verbrauch pro 100 Kilometer mit 26,5 multiplizieren.
Durchschnittlicher Ausstoß eines Autos: CO2 in kg pro 100 km (Kraftstoffverbrauch in Liter)
Stadtverkehr | Autobahn | |
Otto-PKW (Benziner) | ||
Kleinwagen | 18 (7,3) | 17 (6,9) |
Mittelklasse | 25 (8,7) | 19 (7,4) |
Oberklasse | 32 (12,6) | 28 (11,1) |
Einheiten für Energie und Leistung:
Joule (J): | Einheit für Energie, Arbeit, Wärmemenge |
Watt (W): | Einheit für Leistung, Energiestrom, Wärmestrom |
1 Joule = 1 Newtonmeter = 1 Wattsekunde |
|
Vorsätze für Maßeinheiten:
1 Petajoule | = 1.000 Terajoule |
1 Terajoule | = 1.000 Gigajoule |
1 Gigajoule | = 1.000 Megajoule |
1 Megajoule | = 1.000 Kilojoule |
1 Kilojoule | = 1.000 Joule |
Umrechnungsfaktoren:
|
| PJ | TWh Mio. t | SKE Mio. t | RÖE Mio. t |
1 Petajoule | PJ | 1 | 0,2778 | 0,0341 | 0,0239 |
1 Terrawattstunde | TWh | 3,6 | 1 | 0,123 | 0,0861 |
1 Mio. t. Steinkohleeinheit | Mio. t SKE | 29,308 | 8,14 | 1 | 0,7 |
1 Mio. t. Rohöleinheit | Mio. t RÖE | 41,869 | 11,63 | 1,429 | 1 |

Quelle: https://www.bdew.de/
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